ehemalige Schulschach-Referentin der Pfalz



Letzte Änderung:    09. Feb. 2018


Achtung


auf den Schulschachseiten ändert sich noch einiges und werden noch Seiten ergänzt.


Schulschach

Auf diesen Seiten rund um das Thema Schulschach möchte ich Ihnen einen Einblick in diese interessante Arbeit mit den Kindern aller Altersstufen geben, Sie an meinen Erfahrungen teilhaben lassen und Ihnen Ideen und Materialien zur Verfügung stellen. Gerade wenn Sie erst vor der Entscheidung stehen, Schach in irgendeiner Form an Schulen anzubieten, können diese Seiten eine Hilfe für Sie sein. Ich stelle Ihnen hier meine Erfahrungen in Sachen Didaktik (alles rund ums „was“) und Methodik (alles rund ums „wie“) zur Verfügung, aber auch einiges an Material und Ideen zur Gestaltung der Stunden. Des Weiteren biete ich Ihnen hier einiges an Hintergrundwissen an, z.B. in Bezug auf die schachliche Entwicklung von Kindern, die Stappenmethode und eine Analyse einiger auf dem Markt erhältlicher Lehrwerke/Arbeitshefte.


Schach an Schulen bieten nicht nur Lehrer an ihrer Schule an, sondern auch ältere Schüler, Eltern oder Vertreter von Schachvereinen, also auch externe Kräfte, zu denen auch ich gehöre.

Mein Angebot hier richtet sich in erster Linie an die AG-Leiter-Neulinge, die nach Hilfen, Infos und Ideen zur Gestaltung suchen. Aber auch alte Hasen finden bestimmt noch die ein oder andere Anregung.


Noch bevor ich als AG-Leiterin anfing, beschäftigten mich Fragen wie:


* Was erwartet mich?

* Reichen meine schachlichen Kompetenzen? - ich war ja kein ausgebildeter Schach-Trainer

* Wie gestalte ich die Stunden?

* Komme ich mit den Schülern klar? – bin ja kein ausgebildeter Pädagoge

* Wo gibt es Hilfen und Unterstützung?


So habe ich auf meinem Weg viel gesucht, ausprobiert, verworfen, gelesen, gefragt, hinterfragt, angezweifelt, Fortbildungsmaßnahmen genutzt und viel Zeit für mich investiert. Um Ihnen diese Zeit etwas zu verkürzen, dazu dienen diese Seiten.


Viele der AG-Kinder haben von zu Hause her keinen schachlichen Hintergrund, haben das Schachspielen irgendwie von Freunden erlernt – und würden von sich aus nie auf die Idee kommen, in einen Schachverein zu gehen (man hat ja schon Fußball, Handball, Musik …).

So sehe ich in der Schach-AG die erste Aufgabe als AG-Leiter darin, die Kinder mit dem Schachvirus zu infizieren, ihnen die Faszination Schach näher zu bringen und ihnen die Grundlagen des Schachs sicher zu vermitteln. Und dann kommt in der Regel alles andere, sprich das Besser-werden-wollen und der Wettkampfgedanke ganz von alleine. Außerdem wollen die Kinder in der AG auch ihren Spaß haben und nicht wie in den anderen Fächern nur lernen, lernen, lernen.

Daher kommt es als AG-Leiter gar nicht darauf an, selber ein sehr guter bzw. perfekter Schachspieler zu sein, um den Kindern das Schachspielen beizubringen. Es kann mitunter sogar eher hinderlich sein, weil es einem dann schwer fällt, sich auf das Niveau der Kinder herabzulassen und anzunehmen, dass sie noch gar nicht das sehen können, was man selber von außen in dem Spiel an Möglichkeiten erkennt. Es haben durchaus einige meiner AG-Kinder inzwischen mein spielerisches Niveau längst erreicht oder sogar überschritten (glauben sie mir oft nur nicht). Spätestens dann ist es angezeigt, sie auf die Möglichkeit in einen Schachverein zu gehen hinzuweisen.


Schule und Verein


Schulschach ist nicht gleichzusetzen mit Schach im Verein. Eher trifft der Vergleich zu:

Schulschach = Breitensport, Vereinsschach = Spitzensport

Die Zielsetzung beider ist halt unterschiedlich. Dieses sollte man, gerade als Vereinsmitglied, im Auge behalten. Leitet man als Vereinsmitglied oder Trainer eine Schulschach-AG mit dem unterschwelligen Ziel, Nachwuchs für den Verein zu rekrutieren, wird man den meisten der Schüler nicht gerecht, die Schach just for fun, also als reine Hobby-/Freizeitspieler spielen/erlernen wollen. Auch verfolgt die Schule mit dem Einrichten einer Schach-AG andere Ziele als der Verein, aber eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein ist beiden sehr dienlich.

Dadurch, dass wir in der Schule recht breit aufgestellt sind, haben wir eine gute Möglichkeit, Schachtalente zu entdecken und sie auf die Möglichkeit eines Vereins aufmerksam zu machen. Einige meiner Schüler sind in den letzten Jahren in Vereine gegangen, die ohne die AG diesen Schritt nie gemacht hätten. Sie sind inzwischen sehr erfolgreiche Vereinsspieler geworden sind.


Trierer Schachstudie


Zu dem Thema: „Fördert Schachunterricht in der Grundschule die geistige Entwicklung der Kinder?“ ist in den Jahren 2003-2006 von der Uni Trier eine Studie durchgeführt worden.

Die Ergebnisse und Rückschlüsse, die daraus gezogen werden können, können beispielsweise unter folgenden Links eingesehen werden.

Homepage der Projektschule Trier-Olewig



Link

Resümee und Auswertung der Ergebnisse durch die

Deutsche Schulschachstiftung (Kurzfassung) durch Kurt Lellinger (Rekt. i.R, Gründer und Ehrenvorsitzender der Deutschen Schulschachstiftung )




Link

Trierer Schachstudie, Uni Trier



Link

kurze Präsentation / Zusammenfassung der Studie von der

deutschen Schachjugend




Link

Auch wenn die meisten Schachbegeisterten diese Studie immer wieder als Beweis ins Land führen um zu belegen, dass Schachunterricht das non plus Ultra zur geistigen Förderung darstellt, sind die Betreiber dieser Studie selbst wesentlich kritischer.

Zitat. „Einige der Befunde deuten darauf hin, dass der Schulschachunterricht (insbesondere mit Blick auf die beiden jüngeren Klassenstufen) förderliche Effekte auf die Entwicklung der Kinder gezeitigt hat, während eine Reihe anderer Einzelbefunde dafür spricht, dass es zwischen den Kindern beider Schulen (mit und ohne Schachunterricht) keine systematischen Unterschiede im Niveau und im Verlauf ihrer Leistungsfähigkeit gibt. In einem abschließenden Kommentar werden Einschränkungen der Evaluationsstudie thematisiert.“

Quelle: Evaluationsstudie (Seite 2, unten)


Wie dem auch sei, jede geistige Herausforderung, jedes geistiges Training bringt die Kinder auch in intellektueller Weise vorwärts. Und das Zusammensein, das Spielen und Lernen in der Gruppe mit anderen Kindern fördert soziale Kompetenzen.

Also warum sollten wir Schach nicht dazu nutzen, unsere Kinder auf diese Weise zu fördern?

Home Meisterschaften Schulschach offene Turniere Links  Referentin Kontakt Impressum Disclaimer Archiv Unterhaltsames äußerer Rahmen Schachvarianten Material Lehrgänge Hintergrundwissen päd. Auftrag Std. Gestaltung